Politradar
Stadtratswahlen Luzern: Stefanie Wyss tritt nochmal an!
Stefanie Wyss, Junge Grüne Luzern, tritt zum 2. Wahlgang der Luzerner Stadtratswahlen 2009 am 27. September nochmal an. Sie hat im 1. Wahlgang das zweitbeste Resultat der Nichtgewählten erzielt. Zunächst verzichtete sie auf ein erneutes Antreten; die gutgeheissene Stimmrechtsbeschwerde hat sie aber bewogen, die Situation neu zu beurteilen und nun auf ihren Entscheid zurückzukommen.
Nach dem 1. Wahlgang herrschte bei allen Parteien Konsens: Die Stimmbeteiligung war einer guten Wahl unwürdig und man/frau rätselte über die Gründe für die Stimmabstinenz. Das Vorgehen von Urs W. Studer, indem er einen Kandidaten für den 2. Wahlgang beeinflusste und auf eine stille Wahl des bestplatzierten Nichtgewählten - Stefan Roth – drängte, war aus der Sicht der Jungen Grünen die komplett falsche Reaktion auf das Resultat des 1. Wahlgangs. Ziel muss sein, dass die StadträtInnen von der Bevölkerung bestätigt werden, und es darf nicht eine Absprache von den bisherigen StadträtInnen geben, mit wem sie am liebsten zusammenarbeiten möchten.
Nachdem Stefan Roth seine Kandidatur für den 2. Wahlgang bereits bekannt gegeben hat, haben nun die Jungen Grünen Luzern mit der Nomination von Stefanie Wyss entschieden, den demokratischen Prozess anzustossen und eine Wahl des fünften Stadtratsmitglieds zu ermöglichen. Der Veröffentlichungstermin ist ganz bewusst vor dem 1. August gewählt. Hoffentlich finden an diesem Tag auch wieder Diskussionen über das Funktionieren unserer Demokratie statt. Die Jungen Grünen Luzern möchten mir ihrer Teilnahme am zweiten Wahlgang gleich einmal einen Diskussionsbeitrag leisten.
Da am 27. September 2009 die Ersatzwahl für den Regierungsrat stattfindet, ist die zweite Befragung der Bevölkerung bei den Luzerner Stadtratswahlen ohne grösseren Aufwand möglich.
Stefanie Wyss ist zu den Wahlen angetreten, um den Jungen eine Stimme zu geben und die Frauenquote zu erhöhen. Nach wie vor sind die Frauen zu wenig gut vertreten, und das Durchschnittsalter der Exekutive ist im schweizweiten Vergleich sehr hoch.
Wie der Fall Studer/Stocker gezeigt hat, ist es offensichtlich wichtig, dass eine neue Person, die nicht bereits in den beiden Exekutiven vertreten gewesen ist, in den Stadtrat einzieht. Die Fusion Luzern/Littau bedeutet auch einen Neustart für die beiden Gemeinwesen, und für diesen Prozess ist eine junge Frau, die unbelastet die Aufgaben angehen kann, bestens geeignet.

